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Umsatzstuer – Grunderwebsteuer

impuestos

Es wird gefragt, ob die beim Kauf eventuell anfallenden Umsatzsteuer in der Gesellschaft als Vorsteuer abzugsfähig ist.

Für die umsatzsteuerliche Würdigung muss man gewisse Voraussetzungen erfüllen bzw unterscheiden:

  1. Fallgestaltung:
  • Es handelt sich um ein Grunstück mit der Qualifizierung “urbano” und somit bebaubar.
    • Veräusserer ist eine Privatperson und kein Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (Artikel 4 und 5 span. USTG)
    • Erwerber: Die Gesellschaft

Folge:

Da der Veräusserer als Privatperson handelt, ist die Veräusserung steuerbar aber steuerfrei nach dem USTG.

In Folge fällt aber TPO = Grunderwerbsteuer an, die die Anschaffungskosten des Grundstücks erhöhen. Der Steuersatz wird sich zwischen 3,5 und 5% bewegen, da ab 2019 bei einem Kaufpreis von unter 200.000,-€ die Grunderwerbsteuer 5% beträgt.

Der Steuersatz vermindert sich auf 3,5% wenn dort der Fiskalsitz der Gesellschaft geschaffen wird.

  • Fallgestaltung:
  • Es handelt sich um ein Grundstück mit der Qualifizierung “urbano” und somit bebaubar.
    • Veräusserer ist Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (Artikel 4 und 5 span. USTG)
    • Erwerber: Die Gesellschaft

Ist der Veräusserer Unternehmer besteht keine Steuerbefreiung bei der Umsatzsteuer und der Vorgang ist mit 21% zu versteuern.

Ein Widerruf, auf die Umsatzsteuerpflicht ist nicht möglich.

Folge: die von der Gesellschaft gezahlte Umsatzsteuer ist zunächst zu 100% als Vorsteuer abzugsfähig, weil eine umsatzsteuerpflichtige Nutzung unterstellt wird.

Erläuterung:

Das Grundstück wird bebaut und das Gebäude wird als Fiskalsitz der Gesellschaft angesezt. Wird das Gebäude zu 100% dem Geschäftszweck der Gesellschaft genutzt, sind 100% der gezahlten UST abzugsfähig.

Wird das Gebäude zum Beispiel zu 50% als Büro bzw Fiskalsitz genutzt und die anderen 50% zu Wohnzwecken, wer auch immer dort wohnen würde, ist die gezahlte UST beim Kauf des Grundstücks nur zu 50% abzugsfähig.

Wurde ursprünglich die gesamte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht, muss ab Eintreten des Sachverhalts die Vorsteuer berichtigt werden. Diese Regulierung erfolgt mit 1/10 des nichtabzugsfähigen Betrages im Jahr.